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Insulinpotenzierte Therapie (IPT)

Insulinpotenzierte Therapie ist eine noch relativ unbekannte Behandlungsform, die bei Borreliose, Krebs, Syphilis, Herpesinfektionen und anderen schwer behandelbaren Erkrankungen eingesetzt werden kann

Das Prinzip beruht auf dem Einsatz von Insulin als Türöffner, um die erkrankten Zellen mit einem entsprechenden Medikament in sehr niedriger Dosierung effektiv zu erreichen.

Der Vorteil liegt darin, dass nur 10-20% der sonst benötigten Mengen des Therapeutikums unter Insulinvorbehandlung verabreicht wird. Somit werden auch die unverwünschten Nebenwirkungen deutlich reduziert oder gar vermieden.


Die Geschichte der „IPT“:

1925 wurde das Insulin entdeckt. Der mexikanische Militärarzt Dr. Donato Perez Garcia hat als Militärarzt seit 1930 experimentell an Syphilis erkrankte Soldaten, später auch Patienten mit Krebs und anderen Erkrankungen mittels „IPT“ erfolgreich behandelt. Über 2 Generationen wurde diese Therapie weiter zu einer sicheren, effektiven Therapie entwickelt.


Das Prinzip der Therapie:

Das Insulin bewirkt als körpereigenes Hormon die Aufnahme von Kohlenhydraten in die Zellen. Infizierte, kranke Zellen haben auf der Oberfläche etwa 6 mal so viele Insulinrezeptoren wie normale, gesunde Zellen.

Das Insulin wird während der Therapie als Hilfe für die Einschleusung von Medikamenten direkt in die Zelle genutzt, ohne dass dafür große Konzentration der Medikamente im Plasma erreicht werden müssen. Es erfolgt eine Art selektive Therapie kranker Zellen mit Auslösung der Apoptose (natürlicher Zelltod). Gesunde Zellen werden dabei weitgehend geschont.


Warum unbekannt:

Zunächst wurde diese nach der Entdeckung des Penizillins und durch die eigenständige Entwicklung der Chemotherapie verdrängt. Ein weiterer Nachteil der „IPT“-Behandlung ist der hohe zeitlicher Aufwand, sowie die strenge notfallmäßige Überwachung.

Durch die Zunahme der Antibiotikaresistenzen und durch die enttäuschenden Ergebnisse der Chemotherapie – hier speziell bei Brustkrebs - weckt „IPT“ heutzutage zunehmend Interesse bei innovativ tätigen Kliniken und Ärzten.

Weltweit gibt es Hunderte Ärzte, die speziell für die „IPT“-Behandlung ausgebildet worden sind. Es wäre dringend erforderlich, dass private Versicherungen diese effektive Therapie für den betroffenen Patienten übernehmen.


Ablauf der Therapie:

Der Patient bekommt nüchtern eine individuell genau errechnete Menge Insulin intravenös appliziert. Eventuell auftretende vegetative Reaktionen werden durch Akupunktur, stabilisierende Kreislaufmedikamente und Antiemetika kontrolliert. Unter EKG-Überwachung, Sauerstoffpartialdruck Messung, Sauerstoffgabe und Notfallbereitschaft wird der Blutzucker kontrolliert bis auf etwa 25-30 mg% gesenkt.

Im therapeutischen Fenster der adrenergen Phase werden etwa 10-20% der sonst normalen Dosis von auf die Erkrankung speziell abgestimmten Medikamente intravenös verabreicht. Kranke Zellen, die besonders für Insulin empfindlich sind, werden in diesem angeregten Zustand selektiv therapiert. Durch die abschließende ebenfalls intravenöse Verabreichung einer Zuckerlösung wird der Patient wieder stabilisiert.

Mit der Zuckerinjektion werden alle restlichen Medikamentenanteile aus dem Plasma intrazellulär eingeschleust. Bereits nach der ersten Behandlung kommt es beispielsweise zu einer deutlichen Schmerzreduktion. Eine Resistenzentwicklung ist wegen der sehr kurzen Therapiedauer und dem niedrigen Plasmaspiegel bei dieser „Trägermethode" extrem unwahrscheinlich.


Therapiedauer:

IPT wird je nach dem Gesundheitszustand des Patienten einmal pro Woche durchgeführt. Für die eigentliche "IPT"-Behandlung mit einer Voruntersuchung ist etwas über 1 Stunde anzusetzen.

Nach der Stabilisierung des Kreislaufs und des Blutzuckerwertes erhält der Patient eine weitere Infusion für 2 Stunden und bleibt unter ärztlicher Beobachtung. Vor der Entlassung erfolgt erneut eine körperliche Untersuchung inkl. Blutdruck, Blutzuckermessung.

Die Medikamentenzusammenstellung variiert je nach Erkrankung. Die gesamte Therapiedauer beträgt etwa 3,5 Stunden.


Anzahl der Behandlungen:

Kein starres Schema, als Richtlinie gilt 6 Behandlungszyklen, dann 3 Wochen Pause mit Laborkontrolle und anschließend 3 Nachbehandlungen als Therapieabschluss.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ihre Praxis Dr. Heinrich Nemec