Viel Sitzen wirkt sich negativ auf die Lebenserwartung aus
Wer viel sitzt, den erwartet ein kürzeres Leben. So das Ergebnis einer australischen Studie der University of Sydney. Wie im Archives of Internal Medicine aktuell berichtet, wirken sich die heute so weit verbreiteten Lebensgewohnheiten wie die Nutzung von Fernsehen, Computern und elektronischen Spielen äußerst negativ auf den Gesundheitszustand aus. Die Ursache liegt darin, dass die Betroffenen diese Tätigkeiten nahezu nur im Sitzen ausüben. Hinzu kommt bei der berufstätigen Bevölkerung ein möglicher Bürojob, der zusätzlich einige Stunden des Tages an den Schreibtisch fesselt.
Im Rahmen der Studie wurden die Daten von über 200.000 Australiern im Alter von über 45 Jahren analysiert. Es wurden Informationen dazu eingeholt, wie oft am Tage die Studienteilnehmer in der Regel körperlich aktiv seien, und wie viele Stunden sie in sitzender Position verbringen. Drei Jahre später lebten 5.400 der befragten Personen nicht mehr. Hintergrund des vorzeitigen Todes waren die zu vielen Stunden, die von den Betroffenen im Sitzen verbracht wurden.
Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass die Menschen, die mehr als 11 Stunden am Tag den sitzenden Tätigkeiten nachgingen, ein um 40 % erhöhtes Risiko hatten, vorzeitig zu sterben im Vergleich zu Menschen, die maximal vier Stunden im Sitzen verbrachten. Dieses Ergebnis verschlechterte sich zusätzlich, wenn außerdem keinerlei Sport betrieben wurde. Hier sei das Sterberisiko sogar um ein Dreifaches erhöht im Vergleich zu sportlichen, wenig sitzenden Studienteilnehmern.
Stundenlanges Sitzen ist also möglichst zu vermeiden. Berufstätige sollten im Job versuchen, ihre Tätigkeiten zwischendurch öfter im Stehen oder Gehen zu verbringen. Zudem sollten sie in ihrer Freizeit auf langandauernde sitzende Tätigkeiten verzichten und möglichst regelmäßig sportlich aktiv sein.